Telefon: 0201/8328 303
E-Mail: rimbach.hauptststelle(at)raa.de
20.01.2011 – NRW-Integrationsminister Guntram Schneider hat sich dafür ausgesprochen, den Anteil von Migranten bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen weiter auszubauen. Der SPD-Politiker sagte bei einem Informationsbesuch in der Dortmunder Nordstadt, es sei der "falsche Weg, die Augen vor den Problemen in Stadtteilen mit einem hohen Migranten-Anteil zu verschließen". Derzeit beträgt der Anteil der Migranten bei den Neueinstellungen der NRW-Polizei sieben Prozent. "Unser Ziel muss es sein, die Quote auf 20 Prozent zu erhöhen", sagte Schneider. So könne man dem Anteil der Migranten an der Gesamtbevölkerung gerecht werden. Der überwiegende Teil der Polizisten mit Migrationshintergrund ist türkischstämmig.
Begleitet wurde der Integrationsminister bei seinem Besuch in der Dortmunder Nordstadt von Potenziale-Mitglied Semra Karatag, Polizeikommissatin und über Jahre Jugendkontaktbeamtin bei der Dortmunder Polizei. Heute ist Semra Karatag mit Öffentlichkeitsarbeit im Dortmunder Polizeipräsidium befasst.
Mehr:
http://nachrichten.rp-online.de/politik/integrationsminister-will-mehr-tuerkische-polizisten-1.324177
http://www.wa.de/nachrichten/nordrhein-westfalen/strand-dortmund-1082154.html
http://mobil.derwesten.de/dw/staedte/dortmund/Nordstadt-in-Dortmund-ist-nicht-Liechtenstein-id4164441.html?service=mobile
10.01.2011 – Ende 2010 veröffentlichte Rainer Nahrendorf, ehemaliger Chefredakteur beim Handelsblatt, sein neues Buch „Die Chancengesellschaft – Mut zum Aufstieg in Deutschland“. Darin korrigiert er mit fesselnden Portraits von Menschen in der deutschen Chancengesellschaft das Zerrbild einer „Absteigerrepublik“. Seine Analysen widerlegen die Vorstellung, soziale Schichten seien zementiert und Leistung würde sich nicht lohnen.
Sie zeigen aber auch Deutschlands Hindernisse auf dem Weg zur Bildungsrepublik. Doch, so Nahrendorf, wer Mut und Willen zum Erfolg hat, findet seinen Weg.
Eines der Portraits, die schildern, was Aufsteiger antreibt und was sie auszeichnet, beschreibt Potenziale-Mitglied Züleyha Parlak. Ihre Botschaft: Du musst immer etwas besser sein als die anderen“.
Mehr: http://www.chancengesellschaft.adatiaverlag.de/start
02.12.2010 - Auf der sechsten Station ihrer "Integrationstour 2010" durch Nordrhein-Westfalen haben Integrationsminister Guntram Schneider und die für Integration zuständige Staatssekretärin Zülfiye Kaykin am 04. November 2010 die "Gruppe Potenziale" im Integrationsministerium empfangen.
Die "Gruppe Potenziale" ist eine Initiative des Integrationsministeriums und der Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA). In der Gruppe engagieren sich beruflich erfolgreiche junge Leute mit Zuwanderungsgeschichte ehrenamtlich für die berufliche Integration anderer Jugendlicher mit Migrationshintergrund.
"Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die selbstbewusst ihren Weg gehen und beruflich erfolgreich sind, haben Vorbildfunktion für andere", erklärte Integrationsminister Guntram Schneider. "Die Mitglieder von „Potenziale“ verkörpern Erfolgsgeschichten von Integration in unserem Land. Sie zeigen, dass ein beruflicher und gesellschaftlicher Aufstieg möglich ist. Mit ihrem Vorbild machen sie anderen Menschen Mut."
Im Gespräch mit der "Gruppe Potenziale" ging es um die Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. "Die Kompetenzen von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte werden oft immer noch zu wenig wahrgenommen", sagte Schneider. "Mehrsprachigkeit oder die Fähigkeit, Perspektiven zu wechseln und mit unterschiedlichen Kulturen flexibel umgehen zu können, sind ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft", betonte Schneider.
"Dass junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte selbst mit guten und sehr guten schulischen Leistungen schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt haben, ist nicht hinnehmbar", erklärte Staatssekretärin Zülfiye Kaykin. Sie appellierte an alle verantwortlichen Unternehmer, die Kompetenzen dieser Jugendlichen wahrzunehmen und zu nutzen.
Im Rahmen der ersten Integrationstour in Nordrhein-Westfalen überhaupt besuchen Minister Schneider und Staatssekretärin Kaykin verschiedene Projekte und Einrichtungen im Land. Auch führen sie Gespräche mit Integrationspraktikern vor Ort. "Unser Ziel ist es, im Frühjahr ein Integrationsgesetz vorzulegen", sagte Schneider. Vorbild seien gelungene Integrationsbeispiele in den Kommunen. "Die Städte und Gemeinden haben eine zentrale Bedeutung für das Gelingen der Integration", erklärten Minister Schneider und Staatssekretärin Kaykin.
Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW