
Fatih Akay, Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie, der 2003 seine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation beendete, arbeitet in Lünen im Schulverwaltungsamt. „Die Sprache ist das Wichtigste. Sprachfähigkeit prägt einen Menschen“, ist Fatih Akay überzeugt.
Während seiner Ausbildung hat er eine außergewöhnliche Doppelqualifikation erworben: Fatih Akay ist Kaufmann für Bürokommunikation mit Abschluss für Deutschland und die Türkei. Dafür hat er drei Jahre lang seinen Freitagabend geopfert. Bereut hat er es nie. Im zweiten Ausbildungsjahr gewann er 2002 den Wettbewerb „chance.nrw“, bei dem erfolgreiche junge Zugewanderte mit Vorbildfunktion ausgezeichnet wurden.
Seinen Landsleuten sagt Akay „Nehmt eure eigenen Potenziale bewusst wahr. Wer mehrsprachig aufgewachsen ist, sollte stolz darauf sein, und es auch beruflich einsetzen. Die internationale Wirtschaft bietet zahlreiche Karrieremöglichkeiten.“
Trotz seines unbefristeten Arbeitsverhältnisses wird Akay sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. So betreute er 2004 im Auftrag der American Institute for Foreign Study Group (AIFS) in den USA Kinder und Jugendliche in einem Sommercamp. Seit August 2006 absolviert er eine zweijährige Weiterbildung. Sein Ziel ist der gehobene Dienst – nicht zuletzt, um weiter an der Vermittlung zwischen den Kulturen in deutschen Amtsstuben zu arbeiten.