„Heute bin ich da, wo ich hin wollte – und stolz auf das, was ich erreicht habe“, sagt Mohan Sunthareswaran, Einzelhandelskaufmann bei der Galerie Kaufhof in Essen. Doch als er seine erste Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten abbrach, sah es anders aus. „Ich stand plötzlich mit leeren Händen da“, erinnert sich der 27-Jährige.
Doch aufgeben kam nie in Frage. Bei einem Praktikum in der Galeria Kaufhof überzeugte er so nachdrücklich, dass ihm ein Ausbildungsplatz zum Einzelhandelskaufmann angeboten wurde. Nach Abschluss wurde er übernommen, in seiner Muttersprache Tamilisch und häufig in Englisch bedient er nun die Kundschaft und erhält durchweg positives Feedback. Beim Landeswettbewerb „chance.nrw“ gewann er 2004 einen zweiten Preis.
Seine Zuwanderungsgeschichte hat der Essener nie als Nachteil empfunden. „Natürlich musste ich mich beweisen und besser sein als andere – aber das gilt doch heutzutage für jeden Bewerber und steht nicht im Zusammenhang mit der Nationalität.“
Mohan Sunthareswaran war aktiv im „Beruflichen Qualifizierungs-Netzwerk für Migrantinnen und Migranten“ (BQN) in Essen, wo er Jugendliche bei ihrer Berufswahl unterstützt. Für die Gruppe „Potenziale“ engagiert er sich bei verschiedenen Veranstaltungen. Sein wichtigster Rat an die jungen Zugewanderten: „Einfach immer weiterkämpfen und nicht aufgeben. Mehr als Fehler machen kann man ja nicht.“