
„Ich kämpfe gegen das Klischee, dass türkische Mädchen immer Friseurin oder Arzthelferin werden sollen!“ Sie selbst ist das beste Beispiel dafür. Die 27 jährige Duisburgerin hat nach dem Abitur die Ausbildung bei der Stadt Duisburg als Verwaltungsfachangestellte absolviert. Vom Vollzugsdienst hat sie nun zum Referat für Integration gewechselt und sie plant, in den gehobenen Dienst zu gehen.
Ihren Ehrgeiz hat sie von ihren Eltern. "Unsere Eltern haben als Gastarbeiter bei Null angefangen und haben es geschafft, Kinder großzuziehen, die anerkannte Berufe haben.“
„Ich wuchs in Duisburg-Hamborn auf, ein Stadtviertel, wo der Migrantenanteil hoch ist.“ Eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung war gerade zu exotisch in ihrer Umgebung. Doch aufgrund ihrer Hartnäckigkeit und ihres Fleißes hat sie es geschafft. Ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen werden von ihrem Arbeitgeber geschätzt.
„Allein dadurch, dass ich arbeite, kann ich viele Vorurteile abbauen. Es ist zum Beispiel selbstverständlich, dass ich in einer moslemischen Wohnung, wo man auf dem Boden betet, die Schuhe ausziehe.“
Nurcan Tarakci gehört zur Gruppe Potenziale, da sie ehrenamtliche Arbeit für wichtig hält. „Jeder Mensch hat eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, wie man sie trägt, ist jedem selbst überlassen."
Sie will Unternehmen zeigen, welches Potential Menschen mit Zuwanderungsgeschichte mitbringen.