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Ich gebe nicht auf.

Mit 17 Jahren hält Sahra Khodja stolz ihr Abschlusszeugnis der Hauptschule in den Händen – mit einer Qualifikation für das Gymnasium. Nur vier Jahre zuvor konnte die junge Afghanin noch kein Wort Deutsch, war mit ihrer Großmutter aus Afghanistan geflohen, nachdem ihre Eltern und Geschwister im Krieg ums Leben gekommen waren.

Nach dem Schulabschluss macht sie eine Ausbildung zur Arzthelferin in der Uniklinik Essen. Als sie nach Abschluss der Lehre nicht übernommen wird, beginnt sie eine neue Ausbildung als Kinderkrankenschwester. Ihr größter Traum ist es, Medizin zu studieren, denn als Ärztin kann sie vielen Menschen helfen. „Ich glaube, das ist der Grund, warum wir Menschen hier auf der Welt sind.“

In ihrer Freizeit spricht Sahra Khodja bei „Potenziale“ und dem „Beruflichen Qualifizierungs-Netzwerk für Migrantinnen und Migranten“ (BQN) in Essen mit Jugendlichen und Eltern aus Zuwandererfamilien über Ausbildung und Beruf. „Viele von ihnen denken, ihre Situation sei aussichtslos. Ich erzähle dann sehr offen meine eigene Lebensgeschichte. Daran kann man doch sehen, dass es sich lohnt zu kämpfen!“

Für ihr Engagement und ihre Leistungen ist Sahra Khodja bereits zwei Mal ausgezeichnet worden: 2004 gewann sie einen zweiten Preis beim Landeswettbewerb „chance.nrw.“. Und beim Wettbewerb „Essen’s Beste 2005“ ging sie in der Kategorie „Handicap“ unter 300 jungen Leuten als Siegerin hervor.